Samstag, 22. Januar 2011

Rueckblick meiner Zeit in Brasilien

... so nach einer doch etwas laengeren Pause habe ich endlich die Musse gefunden ein paar Zeilen zu schreiben.
Fuer die es noch nicht wissen, ich bin seit einer Woche in Lima, in Peru.
Meine letzte Woche habe ich fast ausschliesslich mit dem Lernen von spanischen Vokabeln und der nicht ganz so einfachen Grammatik verbracht.

Aber ich wollte von vorne anfangen...
Meine 1 Woche in Brasilien war ich in Sao Paulo und habe mich ins Grossstadtgetuemmel gestuerzt. Anschliessend bim ich fuer eine Woche in den Distrikt Minas Gerasi gefahren und habe mir dort ein paar kleine Kolonialstaedte angeschaut: Belo Horizonte war mein Ausgangspunkt, dort habe ich nur zwei Naechte verbracht. Von da bin ich mit dem Bus nach Sao Joa Del Rei gefahren, eine ruhige, kleine Stadt mit einigen interessanten Kirchen. Das war mein Ausgangspunkt um nach Tiradentes zu kommen. Diesen wunderbaren kleinen Ort kann ich nur jedem empfehlen der in der Naehe ist. Ok, er ist wirklich klein und er lebt von den Touristen, aber es gibt ein paar schoene Wege durch den Ort zum Laufen, tolle Kirchen welche auf einem Huegel stehen, viele kleine Galerien und viele nette Orte zum Verweilen.
Die Kroenung meiner Kirchenstaedte war allerdings Ouro Preto. Dieser Ort besteht wahrlich nur aus Huegeln, ein einziges Auf und Ab und bestimmt 20 Kirchen.
Aber die Aussicht die man geniesst ist es wirklich wert. Mein Hostel lag auf einem der Huegel, direkt unter einer riesigen Kirche, und ich hatte  Aussicht auf den ganzen Ort. In der Nacht waren alle Kirchen und Museen beleuchtet und es war einfach herrlich auf der Terasse zu sitzen und sich die Umgebung anzusehen.

Von dieser ruhigen Umgebung ging es fuer Weihnachten weiter nach Rio de Janeiro!
Dort hatte ich eine tolle relaxte Woche, die ich mit einer Gruppe von tollen Leuten die meiste Zeit am Strand verbracht habe. Die vielen Stadtteile von Rio verspruehen einen gewissen Charme, so dass es einem Spass macht einfach nur durch die Strassen zu schlendern. Vom Stadtteil Santa Theresa und natuerlich vom Jesus Reedom hat man einen Wahnsinnsblick ueber die ganze Stadt.
Die Innenstadt direkt hat mir nicht so gut gefallen. Das lag vielleicht aber auch daran, dass ich von meienr Busfahrt so kaputt war und vom doch ruhigen Ouro Preto in eine ueberfuellte Grossstadt gekommen bin. Die noch dazu nicht so sauber war und mit ihren engen Strassen sehr erdueckend auf mich gewirkt hat.
Aber nichts destotrotz war Rio toll. Ich habe wunderbare Menschen kennengelernt!!! - Aber dazu spaeter!
Tja, so kurz vor Weihnachten ist mir dann eingefallen, dass ich mich vielleicht mal um eine Unterkunft fuer Silvester kuemmern sollte...
Alle Ziele an denen ich Neujahr verbingen wollte, waren natuerlich restlos ausgebucht, bzw. horrende ueberteuert. Aber wie meine letzten Bilder beweisen habe ich ein suesse kleines Hostel auf der Ilha de Santa Catarina gefunden. Nach einer sage und schreibe 18 stuendigen Busfahrt bin ich in Barra da Lagoa angekommen. Das Hostel lag noch nicht mal 3 Minuten vom Strand entfernt. Dort hatte ich wieder eine entspannte Woche bei viel Hitze am Strand. Wir haben ein paar Wanderungen zu wunderschoenen und vor allem verlassenen Straenden unternommen. Die Muehen waren doch sehr enorm, da uns gesagt worden ist, nein der Weg ist nicht weit. Haha... Man hoere nie auf die Maenner. Denn wir waren die Leidtragenden die mit Flip Flops durchs Gebuesch, kleine Baeche, Felskueste entlang und Abhaenge hinunter sind. Aber die Aussicht und der Strand hat uns wirklich fuer alle Muehen entschaedigt!

Mein naechtes Ziel hiess Foz de Iguacu!
Am ersten Tag habe ich einen Ausflug auf die argentinische Seite gemacht. Die Aussicht auf die Wasserfaelle ist einfach unglaublich. Ich habe eine Bootstour auf dem Fluss Iguacu mitgemacht, dabei sind wir direkt an die Wasserfaelle herangefahren( waren natuerlich komplett durch naesst!). Es ist imposant anzusehen mit was fuer einer wahnsinnigen Intensitaet das Wasser heruntergeschossen kommt. Teilweise haben wir gar nichts gesehen, weil so viel Wasser aufgewirbelt worden ist.
Der zweite Tag ging dann auf die brasilianische Seite. Von hier hat man die Option die Wasserfaelle in ihrem ganzem Ausmass warzunehmen. Es ist einfach unglaublich das ganze Spektakel aus der Ferne zu sehen!!

Nach 3 Tagen Iguacu bin ich fuer ein Wochenende nach Curitiba gefahren und hatte  doch tatsasechlich nach 4 Wochen Schlafsaal das erste Mal ein Einzelzimmer fuer mich . Was fuer ein Luxus!!! Und das auch noch zum Selben Preis. Wer sagt da schon Nein... Ich nicht!

Meine letzte Woche habe ich in der Naehe von Campinas verbracht. Bei absolut lieben und tollen Menschen welche ich in Rio kennengelernt habe. Ich habe eine Woche bei ihnen im Haus verbracht und ich bin mir vorgekommen wie ein Familienmitglied. Egal welche Freunde oder Verwandte wir besucht haben, ich bin begruesst, aufgenommen, behandelt worden, als wen ich schon seit Jahren dazu gehoeren wuerde!
Es war gar nicht so einfach nach 6 Tagen zu sagen ich muss jetzt gehen, da mein Flieger mo0rgen nach Peru fliegt...


Aber hier bin ich nun, mein Spanischkurs ist zu Ende und ich muss auf eigene Faust weiter lernen...

Kommentare:

  1. Tanja + Family &Friends22. Januar 2011 um 07:42

    Liebe Anna-Lena,
    schön mal wieder von Dir zu hören. Das klingt alles so spannend und interessant, was Du schreibst. Wir freuen uns, dass Du so viele liebe Leute auf Deiner Reise kennen lernst und dass es Dir so gut geht. Und das mit dem Spanisch, das bekommst Du sicher schnell in den Griff. Wir sind schon sehr gespannt, was Du aus peru berichten wirst. Wir drücken und umarmen Dich und denken ganz viel an Dich. Pass gut auf Dich auf. Liebe Grüße aus den kalten und ungemütlichen Deutschland senden Dir Tanja und Co.

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  2. liebe anna-lena ...
    habe soeben -wahrscheinlich mit offenem Mund- deine neuesten reiseeindrücke gelesen - bin beeindruckt v.a., wie leicht es dir zu fallen scheint, auf die menschen zuzugehen, sodass du (hoffe ich) eine gewisse geborgenheit wenn nicht in der welt, die dir ja neu ist, dann aber bei den menschen zu finden scheinst, aber so wies ausschaut, ist dir die welt ja auch nur eine westentasche, in der du dich sehr gut zurechtzufinden scheinst - weiter so!! und alles liebe wünscht
    FFM-Anne

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